Der pflegerische Berufsalltag wird in seinen Anforderungen immer komplexer. Neben dem fachlichen Know-how müssen sich Pflegefachkräfte heute den Fines-sen einer diffizilen Rechtsprechung stellen. In ihrem „Lexikon Pflegerecht“ verbindet Sonja Schmitz die wichtigsten juristischen Begrifflichkeiten mit der pflegerischen Praxis.

Albträume hat wohl jeder von uns schon mal gehabt. Aber muss es denn derart real sein?
In einer Pflegeeinrichtung zieht sich eine demenzkranke Bewohnerin bei einem Sturz mehrere Kno-chenbrüche zu. Sie erholt sich nie wieder vollständig und ist seit dem Unfall dauerhaft auf einen Roll-stuhl angewiesen.
Die Frau war während der Nacht aufgestanden und orientierungslos im Haus umher geirrt. Die Kinder der Bewohnerin werfen dem Betreiber vor, sich nicht im erforderlichen Umfang um die Mutter geküm-mert zu haben. Die verantwortliche Leitung macht sich schon genug Vorwürfe!

Ein Fall wie dieser könnte sich in jeder Einrichtung ereignen.
Mit der Professionalisierung der Pflegeberufe ist auch eine Zunahme von Fehlern im pflegerischen Be-rufsalltag zu verzeichnen. Betrachtet man dieses Phänomen genau, so ist es nicht ausschließlich ne-gativ zu bewerten. Denn gleichzeitig trägt es die Chance der Entwicklung, und zwar sowohl der Per-son als auch der Organisation, in sich.
Was also können Leitungskräfte tun, um die Sicherheit der Ihnen anvertrauten Menschen zu gewähr-leisten?
Die Antwort ist im Prinzip ganz einfach. Sie müssen in erster Linie dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter permanent auf dem aktuellen Stand des Wissens sind. Professionalität nennt man das.
Und Führungskompetenz. Denn auf dem Weg in eine Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft wer-den Leitungskräfte zunehmend daran gemessen, in wieweit Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter frei set-zen können.
Das Lexikon Pflegerecht leistet in diesem Prozess einen wichtigen Beitrag.

Aus dem Inhalt

Sonja Schmitz stellt in ihrem Nachschlagewerk komplexe Rechtszusammenhänge in verständlicher Form dar. Von „Aktivierender Pflege“ bis zu „Zusätzlichen Betreuungskräften“ – die Beiträge sind stets nah an der Praxis und leicht umzusetzen.
Ein Stichwortverzeichnis lässt Sie innerhalb kürzester Zeit Antworten auf Ihre Fragen finden. Das ist ein zusätzlicher Gewinn, denn Zeit ist bekanntlich eine knappe Ressource. Erst recht in der Pflege.

Die Autorin

Sonja Schmitz ist ausgebildete Volljuristin und nebenberuflich als selbstständige Rechtsanwältin tätig.
Seit 2008 arbeitet sie hauptberuflich im Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e.V.
In der Geschäftsstelle West des ABVP mit Sitz in Wiesbaden vertritt Sonja Schmitz die Interessen
ambulanter und teilstationärer Pflegeeinrichtungen in den Bundesländern Hessen,
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Schwerpunkt dieser Aufgabe ist die
Betreuung und rechtliche Beratung der Mitgliedseinrichtungen, das Führen von
Rahmenvertrags- und Vergütungsverhandlungen im SGB V und SGB XI und die fachliche
Begleitung bei MDK-Qualitätsprüfungen.
 

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