Programm
1. Tag: 7. Dezember 2026
Vorschriften, Normen und Standards kompakt::
Vorschriften, Normen und Standards kompakt: Das unverzichtbare Fundament – die Spielräume für Einsparungen präzise erkennen
- Die verbindlichen Anforderungen aus BasisVO (EG) Nr. 178/2002, VO (EG) Nr. 852/2004 und VO (EG) Nr. 2073/2005
- IFS Food, BRCGS und FSSC 22000 im Vergleich: Muss-Anforderungen, KO-Kriterien und bewusst genutzte Interpretationsspielräume. Auditorenwünsche von Forderungen unterscheiden.
- Übererfüllung systematisch aufdecken: Wo Ihr System heute mehr leistet, als Recht, Norm und Kunde tatsächlich fordern
- Der risikobasierte Ansatz als normativ verankerter Hebel für Verschlankung und Kostensenkung – Häufige Fehlinterpretationen von Standards und Kundenanforderungen, die unnötig Geld kosten
Kostentransparenz als Ausgangspunkt::
QM- und QS-Kosten systematisch erfassen, bewerten und die größten Einsparpotenziale priorisieren
- Fehlerverhütungs-, Prüf- und Fehlerkosten sauber abgrenzen: Die Kostenstruktur Ihres QM/QS sichtbar machen
- Alle Qualitätskosten, auch die versteckten, sollten sichtbar gemacht werden.
- Kennzahlen und Messgrößen für die Q-Kosten: Was Sie messen sollten und was nicht.
- Einsparpotenziale identifizieren und nach Wirkung, Aufwand und Risiko gewichten: Die Priorisierungsmatrix für Ihre Maßnahmen
- Quick Wins und strukturelle Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge angehen
- Wo kann heute schon KI Zeit und Kosten im QM/QS einsparen?
- Der belastbare Business Case: Einsparungen gegenüber Geschäftsführung und Controlling überzeugend darstellen
Pause
Dokumente und Prozesse verschlanken:
Bis zu ein Drittel weniger Aufwand - bei voller Rechts- und Normkonformität
- Prozesslandschaft vereinfachen: Doppelungen, historisch gewachsene Altlasten und überflüssige Regelungen erkennen und streichen
- Dokumente um ein Drittel reduzieren: Kriterien, Vorgehen und konkrete Beispiele gelungener Kürzungen
- Managementbewertung auf das Wesentliche straffen: Warum wenige Seiten genügen und Auditoren das akzeptieren
- Interne Audits, Begehungen und Reviews: effizient bündeln, auch mit Unterstützung von IT und KI
- Verschlankungen normkonform dokumentieren: So bleibt Ihr reduziertes System jederzeit auditfest
Labor- und Prüfkosten gezielt senken:
Risikoorientierte Untersuchungspläne, die Sicherheit gewährleisten und Budgets spürbar entlasten
- Häufigkeit, Umfang und Methoden der Laboruntersuchungen risikobasiert anpassen: Das systematische Vorgehen
- Die Grenzen der Reduktion: VO (EG) Nr. 2073/2005, DGHM-Richt- und Warnwerte sowie kundenspezifische Vorgaben sicher beachten
- Preiswertere Analyse- und Schnellmethoden einsetzen: Möglichkeiten, Grenzen und die notwendige Validierung
- Umgebungsmonitoring risikoorientiert dimensionieren statt flächendeckend beproben
- Wareneingangsprüfungen und Lieferantenbewertung: Umfänge reduzieren, ohne Täuschung, Rückstände und Kontaminanten aus dem Blick zu verlieren
- Zeit durch schlankere Meetings, weniger Abstimmung bei Korrekturmaßnahmen und Dokumentenerstellung einsparen.
Workshop 1: Ihre Kostenlandkarte:
Die größten Einsparpotenziale im eigenen QM/QS identifizieren und priorisieren
Anhand einer strukturierten Arbeitsvorlage übertragen Sie die Methoden des Vormittags auf das eigene Unternehmen: Sie erfassen ihre wesentlichen Kostentreiber in QM und QS, bewerten diese nach Einsparpotenzial und Risiko und diskutieren Ihre Einschätzungen im moderierten Austausch. Ergebnis zum Mitnehmen: Ihre persönliche Kostenlandkarte mit den drei vielversprechendsten Einsparpotenzialen.
Ende des ersten Veranstaltungstages
2. Tag: 14. Dezember 2026
Betriebsparameter optimieren:
Reinigung, Wartung, Energie und Rohstoffeinsatz kostensparend steuern – ohne die Produktsicherheit zu gefährden
- Reinigung und Desinfektion: Frequenzen, Temperaturen und Mitteleinsatz mit belastbarer Validierung und Verifizierung optimieren
- Wartung risikoorientiert Takten: Verschleiß- und Gefahrenanalysen als Entscheidungsgrundlage nutzen
- Energie- und Wasserkosten senken: Anlagen im Optimalbereich fahren, Kühlräume richtig einstellen, Leckagen aufspüren
- Verschwendung von Rohstoffen und Produkten verringern: Ausschuss, Nacharbeit und Fehlchargen systematisch reduzieren
- Kosten bei der Schädlingsbekämpfung einsparen. Haben Sie auch zu viele Fallen?
- Die klaren Grenzen abstecken: Welche Anpassungen Produktsicherheit, Verkehrsfähigkeit oder Zertifizierung gefährden und deshalb tabu sind
Personal effizient einsetzen:
Aufgaben rechtssicher delegieren, Kompetenzen sichern und den Fachkräftemangel im QM/QS meistern
- Welche QM- und QS-Aufgaben Sie an andere Abteilungen und angelernte Mitarbeitende delegieren dürfen und welche zwingend bei Ihnen bleiben sollten.
- Schulung und Dokumentation bei der Übergabe von Tätigkeiten rechtssicher und schlank gestalten. Setzen Sie auf Technik und Menschen. Apps sparen hier Zeit.
- Kontrollmechanismen mit minimalem Aufwand: Stichproben und Vier-Augen-Prinzip gezielt statt flächendeckend einsetzen.
- Die untere Führungsebene stärken und Verantwortung wirksam im Betrieb verankern.
- Effizienzgewinne messbar machen: Zeitanteile, Schnittstellen und Reibungsverluste im QM/QS-Team sichtbar reduzieren.
Workshop 2: Rote Linien sicher erkennen:
Reale Fallbeispiele bewerten und die teuersten Fehler bei Einsparprojekten vermeiden
In Kleingruppen bewerten Sie anonymisierte Praxisfälle, in denen Unternehmen bei der Kostensenkung zu weit gegangen sind. Gemeinsam analysieren Sie, an welcher Stelle jeweils die Grenze von Recht, Norm und Standard überschritten wurde und welche Konsequenzen in Audit und Haftung drohten. Ergebnis zum Mitnehmen: eine Checkliste der roten Linien, mit der Sie jede geplante Einsparmaßnahme im eigenen Unternehmen vorab sicher prüfen können.
Pause
Das verschlankte System im externen Audit:
Anpassungen souverän argumentieren und Bestbewertungen dauerhaft sichern
- Argumentationslinien für verschlankte Dokumentation, reduzierte Prüfpläne und angepasste Parameter.
- Wo Auditoren bei Kostensenkungen besonders genau hinschauen und wie Sie typische Auditfragen souverän beantworten.
- Das Team auf das Audit vorbereiten: Schulung und Training zu allen Anpassungen
- Optimierungen als Stärke präsentieren: Lebensmittelsicherheitskultur, Optimierungen, Dokumentenreduzierung, Lerneffekte und Managementbewertung überzeugend nutzen
Workshop 3: Ihr Maßnahmenplan für morgen:
Konkrete Schritte festlegen und die Umsetzung im eigenen Unternehmen absichern
Aufbauend auf der Kostenlandkarte von der vorherigen Woche und der Checkliste der roten Linien erstellen Sie einen priorisierten Maßnahmenplan: konkrete Schritte für die ersten 30 und 90 Tage, Verantwortlichkeiten, Messgrößen für den Einsparerfolg und die Absicherung gegenüber Audit-Anforderungen. Im Austausch und mit direktem Feedback des Referenten wird jeder Plan auf Machbarkeit und Konformität geprüft. Ergebnis zum Mitnehmen: ein dokumentierter, sofort umsetzbarer Fahrplan für messbare Kostensenkung im eigenen QM/QS.
Wenn Sie auf die Seminarmappe in gedruckter Form verzichten und die PDF-Version wählen, leistet Behr's einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und lässt für jede nicht produzierte Mappe einen Baum pflanzen.