Auf Grund der hohen Inflation in Österreich von zuletzt knapp 4 Prozent plant die Regierung eine Senkung der Mehrwertsteuer auf viele Lebensmittel von 10 Prozent auf knapp unter 5 Prozent. Die Maßnahme soll ab Juli 2026 gelten und durch eine Gebühr auf Pakete aus Drittstaaten und neue Abgaben auf Plastikverpackungen .
Betroffen ist eine Reihe von Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch, Butter, Eier und heimische Obst- und Gemüsesorten. Fleisch- und Wurstwaren sollen ebenso wenig profitieren wie exotische Früchte. Die detaillierte Liste wird derzeitig noch ausgearbeitet. Ob beispielsweise pflanzliche Alternativen wie Hafermilch auch unter den ermäßigten Steuersatz fallen werden, ist noch offen.
Laut ersten Berechnungen könnten die Haushalte durch die Maßnahmen um 60 bis 126 Euro im Jahr entlastet werden. Dem gegenüber stehe ein hoher bürokratischer Aufwand für die Händler, wie seitens der Industrie kritisiert wird.
Auch in Deutschland wird eine Senkung der Preise auf Grundnahrungsmittel diskutiert, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Zunächst sollen Handelsketten auf freiwilliger Basis „einen Warenkorb mit günstigen und preisstabilen, in Deutschland produzierten Grundnahrungsmitteln aus allen wichtigen Warengruppen“ anbieten.
Quellen:
- Artikel zu Senkung der Mehrwertsteuer vom 15.01.2026 und zur ORF-Pressestunde vom 18.01.2026 in Der Standard, www.derstandard.at [Zugriff 21.01.2026]
- Artikel in der LZ vom 12.01.2026: SPD will „Deutschlandkorb“ gegen hohe Lebensmittelpreise
Dr. Marion Gebhart