Marktcheck der Verbraucherzentrale
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Marktcheck der Verbraucherzentrale

Eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW zeigt: Viele Erfrischungsgetränke in nicht wiederverschließbaren Verpackungen wie Trinkpäckchen oder Getränkedosen enthalten mehr als 30 Gramm Zucker. Das entspricht einem großen Teil der Zuckermenge, die Kinder und Erwachsene täglich maximal zu sich nehmen sollten.

Besonders hoch ist der Zuckeranteil in Erfrischungsgetränken, wie schon eine Erhebung der Verbraucherzentrale NRW im Jahr 2022 zeigte. Nun diskutiert die Bundesregierung über eine Zuckerabgabe für besonders süße Getränke, ähnlich wie sie schon in Großbritannien umgesetzt wird. Die Verbraucherzentrale NRW hat im Juni und Juli 2026 insgesamt 23 zuckergesüßte Erfrischungsgetränke in nicht wiederverschließbaren Verpackungen untersucht. Berücksichtigt wurden Getränke in Dosen, Flaschen mit Kronkorken und Trinkpäckchen aus Supermärkten, Discountern, Getränkemärkten und Bioläden. Darunter Limonaden, Eistee und Mixgetränke. Getränke mit Süßungsmitteln sowie Produkte in wiederverschließbaren Verpackungen wurden nicht in die Stichprobe aufgenommen. Fazit: Die Rezepturen enthalten überwiegend weiterhin zu viel Zucker.

Viele Erfrischungsgetränke lieferten bereits mit einer einzigen Dose oder Flasche einen großen Teil der Zuckermenge, die täglich möglichst nicht überschritten werden sollte. Gleichzeitig sättigten sie kaum und würden häufig nebenbei konsumiert. Das Ergebnis der Marktstichprobe zeigt: Der Zuckergehalt der untersuchten Getränke reicht von 14 bis 44 Gramm pro Getränk. Da nicht wiederverschließbare Verpackungen meist schnell ausgetrunken werden, sei nicht nur der Zuckergehalt pro 100 Milliliter entscheidend, sondern auch die Portionsgröße. In der Stichprobe gab es Getränke mit 200, 330 und 500 Milliliter Inhalt. Zu den Softdrinks gesellen sich im Laufe des Tages häufig noch andere Süßigkeiten und zuckerreiche Lebensmittel, so dass insbesondere bei Kindern schnell die maximal empfohlene Zuckermenge um ein Vielfaches überschritten wird.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen, weniger als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr durch Zucker abzudecken – idealerweise sogar nur fünf Prozent. Für Erwachsene sind das rund 50 Gramm Zucker pro Tag, für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren etwa 35 Gramm. Zwischen den einzelnen Getränken gibt es erhebliche Unterschiede beim Zuckergehalt. Zwei Produkte aus der Stichprobe enthalten mit 4,3 und fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter vergleichsweise wenig Zucker, während es fünf Produkte auf zehn Gramm Zucker und mehr bringen

Quelle: Meldung Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. vom 30.07.2026

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