Verbraucher:innen wünschen sich höhere Tierhaltungsstandards
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Verbraucher:innen wünschen sich höhere Tierhaltungsstandards

Verbraucher:innen ist Tierschutz wichtig – das zeigt eine repräsentative Befragung der europäischen Verbraucherschutzorganisation BEUC. In acht EU-Mitgliedstaaten, unter anderem in Deutschland, hat die Organisation Verbraucher:innen zu ihrer Einstellung zum Tierschutz und zur bestehenden Tierhaltungskennzeichnung befragt. Verbraucher:innen wurden auch nach ihrer Bereitschaft gefragt, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben, wenn diese unter höheren Tierhaltungsstandards produziert wurden. Die Daten wurden mittels eines Online-Fragebogens mit 25 Fragen erhoben. Dieser wurde an Panels von rund 1.000 Befragten pro Land verteilt, die anhand von im Voraus festgelegten Quoten für Alter, Geschlecht und geografische Lage (entsprechend der Verteilung der nationalen Allgemeinbevölkerung) ausgewählt wurden. Die Stichproben wurden im Anschluss nach Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Region gewichtet, um die nationale Bevölkerung der Länder repräsentativ abzubilden.

Etwa neun von zehn Befragten (88,5 Prozent) befürworten die Anhebung von Tierhaltungsstandards. Für mehr Tierschutz sind fast sieben von zehn Verbraucher:innen (69 Prozent) auch bereit, mehr zu zahlen. Eine zeitlich beschränkte Tierwohlabgabe sei laut des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) sinnvoll, um den Umbau der Tierhaltung finanziell zu unterstützen. Allerdings müsse die Abgabe nachvollziehbar nur denjenigen Landwirt:innen zugutekommen, die nachweislich für mehr Tierwohl in ihren Ställen sorgen. Aus Sicht des vzbv brauche es zusätzlich eine verlässliche und langfristig ausgerichtete Förderpolitik. Auch fast drei Viertel der europaweit Befragten (74 Prozent) wünschten sich für den Umbau der Tierhaltung finanzielle Unterstützung für Landwirt:innen von der EU. Sogar 77 Prozent der Befragten in Deutschland waren dieser Meinung. Laut des vzbv sollte die Bundesregierung zügig einen Fahrplan für Umbau der Tierhaltung vorlegen und eine Vorreiterrolle auf EU-Ebene einnehmen.

Quelle: Pressemitteilung Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vom 27.02.2024
Dr. Greta Riel

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