Die aktuellen HACCP-News
„Veggie-Speck“verboten, „Veggie-Burger“ erlaubt
Das EU-Parlament hat lange um die Bezeichnung von veganen Würsten und anderen Ersatzprodukten für Fans der fleischfreien Kost gerungen – und nun endgültig über ein Verbot von Fleischbezeichnungen für nicht-tierische Produkte entschieden. Verboten sind demnach Produktbezeichnungen, die sich direkt auf eine Fleischart beziehen. Produktbezeichnungen für Gerichte oder Verarbeitungsformen bleiben entgegen ursprünglicher Pläne doch erlaubt.
Pestizid-Rückstände in eingelegten Paprikaschoten
Im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt des Landes Nordrhein-Westfalen (CVUA-MEL) wurden im Jahr 2024 29 Proben eingelegte Paprika auf Rückstände von rund 500 Pestizid-Wirkstoffen untersucht. Der überwiegende Teil der Proben bestand aus eingelegten filetierten oder in Streifen geschnittenen Paprikaschoten unter Zusatz von Salz, Zucker und Säuerungsmitteln.
Wenig Personal, weniger Kontrollen
Der veröffentlichte Bericht der Organisation Foodwatch zu den Kontrollzahlen verwundert im Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e. V. (BVLK) wirklich niemanden. Die Befürchtungen aus dem Jahre 2020 hätten sich nun bewahrheitet. Diese wurden gemeinsam mit dem Bundesverband der beamteten Tierärzte und Foodwatch veröffentlicht.
Rechtsstreit um mögliche Mogelpackung
Die juristische Auseinandersetzung um eine bekannte Schokoladenmarke geht weiter. Gegen eine Entscheidung des Bremer Landgerichts hat der Lebensmittelkonzern nun Berufung eingelegt. Zuvor hatte die „Lebensmittelzeitung“ über diesen Schritt berichtet, den ein Gerichtssprecher am Mittwoch (17. Juni) bestätigte.
Blausäure und Cadmium in Leinsamen
Leinsamen gelten als Superfood: Sie liefern Ballaststoffe, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine und Mineralstoffe. Weniger bekannt ist, dass sie von Natur aus sogenannte cyanogene Glykoside enthalten.
Kennzeichnung per QR-Code zulässig?
Bei einem Cider Blackberry, also einem apfelweinhaltigen Getränk, sind die Zutatenliste und die Nährwerttabelle nur über einen QR-Code einsehbar. Die Angaben stehen nicht auf dem Flaschenetikett. Eine Verbraucheranfrage an das Portal Lebensmittelklarheit soll klären, ob dies zulässig ist.
Diskussion um Ethanol und Jod
CLP steht für „Classification, Labelling, Packaging“. Die Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung chemischer Stoffe und Gemische. Im Zentrum steht der Gedanke, grundsätzlich auf Gefahren hinzuweisen – dementsprechend ist Gefahrenbewertung die Grundlage der CLP-Verordnung.
Bunte Nutri-Score-Label wirksamer als graue
Das Nutri-Score-Label lenkt in Ampelform die Blicke laut einer aktuellen Studie häufiger und länger auf sich, als wäre es in Graustufen gestaltet. Einige Supermärkte drucken zusätzlich eine graue Version des Labels auf die Preisschilder ...
Kein mit Holzspänen fast forward finished Whisky
Das LG Hamburg (327 O 299/24) - hat untersagt, eine mit Holzspänen aromatisierte Spiriruose als "Whisky", "Single Malt Whisky" oder "Single Malt" oder u.a. als "Single Malt Barley Spirit" oder "Single Malt Malted Barley Spirit" zu vertreiben.
Weniger zuckrig dank Limosteuer?
Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer – genauer: eine Abgabe, die die Hersteller zahlen müssen, wenn ihre Getränke mehr als 50 Gramm Zucker pro Liter enthalten.
Petition für Plastikstrohhalm gescheitert
Die Online-Petition eines Herstellers von Getränkebeuteln für eine Rückkehr zum Plastikstrohhalm ist gescheitert. Das Unternehmen wollte eine Million Unterschriften sammeln, kam aber nach eigenen Angaben auf weniger als 170.000.
EU-Parlament stimmt für gelockerte Gentechnik-Regeln
Das Europaparlament hat gelockerte Regeln für den Einsatz von Gentechnik beschlossen. So sollen Produkte aus bestimmten gentechnisch veränderten Pflanzen im Supermarkt künftig keine Kennzeichnung mehr tragen müssen. Aufwendige Umweltprüfungen vor der Zulassung sollen wegfallen.
Konservierung von Lebensmitteln
Konservierungsmethoden lassen sich in biologische, chemische und physikalische Methoden einteilen. Darüber informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Echte Vanille in Vanilleeis
Im Jahr 2025 wurden vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit insgesamt 34 Proben Vanilleeis untersucht. Bei 14 Proben wurde neben dem Eis auch die verwendete Vanillepaste beziehungsweise in zwei Fällen die Vanilleschote mit eingereicht.
Veganes Eis untersucht
Von den Untersuchungsämtern in Baden-Württemberg wurden insgesamt 55 als „vegan“ deklarierte Speiseeisproben verschiedener Hersteller auf Milch- und Eibestandteile untersucht. Bei dem Eis handelt es sich um Verpacktes aus dem Einzelhandel und Loses aus Eisdielen.
Süßkartoffeln untersucht
Um die Belastung von Süßkartoffeln mit Dioxinen und PCB zu überprüfen, untersuchte das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Jahr 2025 im Rahmen eines Projektes insgesamt 20 Proben Süßkartoffeln. Der überwiegende Anteil der untersuchten Proben stammte aus Ägypten (8). Darüber hinaus sind Proben aus Spanien (3), den USA (3), Portugal (2), Deutschland (2) und unbekannter Herkunft (2) untersucht worden.
Kommission veröffentlicht Vereinfachungspaket zur EUDR
Die EU-Kommission hat am 04.05.2026 einen Bericht über die Vereinfachung der EUDR sowie weitere Maßnahmen für eine reibungslose und wirksame Umsetzung der Verordnung veröffentlicht.
EU-Frühstücksrichtlinien: Mehr Transparenz bei Honig und Fruchtsäften
Ab dem 14. Juni müssen Hersteller bei Honigmischungen die Ursprungsländer mit Prozentsatz angeben. Das ist nur eine der wichtigsten Änderungen der EU-„Frühstücksrichtlinien“. Weitere Vorgaben betreffen die Zusammensetzung, die Kennzeichnung und die Bezeichnung von Fruchtsäften, Konfitüren und Trockenmilch. Hier die wichtigsten Änderungen:
Salmonellen-Ausbruch
Ein länderübergreifender Salmonellenausbruch hat 50 Menschen erkranken lassen; der Verdacht fällt erneut auf Sprossensamen aus Italien. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) betrifft der Ausbruch mindestens sechs europäische Länder...
Anbieter entfernt unseriöse Angaben zu angeblicher „Parasitenkur“
Mit unhaltbaren und völlig unseriösen Versprechen hatte ein Unternehmen für seinen Pflanzenextrakt geworben. Nach Abmahnung durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat das Unternehmen die kritischen Aussagen von der Website entfernt. Das Unternehmen hatte die Kapseln aus verschiedenen Pflanzenextrakten im Online -Shop als Nahrungsergänzungsmittel unter dem Namen „Parasitenkur“ angeboten. Zusätzlich fanden sich zahlreiche gesundheits- und krankheitsbezogene Angaben auf der Seite. Unter anderem behauptete die Firma, durch die Pflanzen ließen sich „die ungewollten Besucher gezielt unschädlich machen“ und die „bewährten, hochwirksamen Pflanzenextrakte“ würden für eine „gesunde, innere Reinigung“ sorgen.
Erdbeeren auf Pestizide untersucht
Im Jahr 2025 wurden am Chemischen uns Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart 65 frische Erdbeerproben aus konventionellem Anbau auf Pestizidrückstände untersucht. Zwei Drittel der Proben (66 %) stammten dabei aus Deutschland, ein Drittel (34 %) aus dem europäischen Ausland, größtenteils aus Spanien (22 %).
Wie viel Schimmelpilzgift gelangt in die Milch?
Milchkühe mit hoher Milchleistung geben deutlich mehr des Schimmelpilzgifts Aflatoxin M1 (AFM1) in ihre Milch ab als Kühe mit geringerer Milchleistung. Dieser Zusammenhang ist seit längerer Zeit bekannt, genau berechnen und vorhersagen ließ er sich allerdings bisher nicht.
Verkleinerte Schokoladen-Tafeln sind irreführend
Das Landgericht Bremen hat die verkleinerten Schokoladentafeln-Tafeln eines Herstellers als irreführend beurteilt. Der Hersteller hatte die Füllmenge der Tafeln von 100 auf 90 Gramm verringert – die Verpackung war aber nahezu gleichgeblieben. Mit dem Urteil gab das Gericht der Verbraucherzentrale Hamburg recht, die die Klage eingereicht hatte. Aus Sicht der Verbraucherzentrale war die Änderung der Füllmenge für Käufer:innen auf den ersten Blick kaum erkennbar. Außerdem werde die Mengenangabe im Regal häufig durch Umkartons verdeckt. Zwar sei die neue Füllmenge formal korrekt auf der Vorderseite der Schokoladentafeln angegeben, doch gehe der Hinweis im Gesamtbild der Verpackung unter, weil er nicht hervorgehoben sei.
Hygienekontrolle im Dönerimbiss
"Eine absolute Institution", "sehr leckeres Essen", "Essen jedes Mal top": So lesen sich einige Auszüge von Google-Rezensionen über einen Dönerimbiss. Bei insgesamt etwas mehr als 900 Bewertungen schafft es der Laden auf stolze 4,2 von 5 möglichen Sternen. Doch das, was Kontrolleure bei ihrer jüngsten Inspektion vorfanden, passte so gar nicht in dieses Bild.