Programm
Online Check-In
Artikel-Nr.: 7941-O
Begrüßung und EInstieg
- Vorstellungsrunde
- Erwartungsabfrage: Welche Herausforderungen haben Sie speziell?
- Einordnung der Begriffe Reklamationen, Rücknahmen, Rückrufe. - Welche Anforderungen und Kosten stehen dahinter?
- Praxisfälle: Wo sind typische Schwachstellen und wie kann man die Prozesse optimieren?
Risiken erkennen und bewerten: Zahlen, Daten, Fakten im Fokus
- Welches sind die Hauptrisiken, die uns als Inverkehrbringer von Lebensmitteln begleiten?
- Erwartungsabfrage: Welche Risiken beschäftigen Sie in der täglichen Arbeit?
- Einordnung/Definitionen: Kontaminanten, Rückstände, Fremdkörper: Vermeidung von Fehlinterpretationen bei Befunden und Bewertungen.
- Gesetzesänderungen frühzeitig erkennen und bewerten: Aufbau eines strukturierten Frühwarnsystems für regulatorische Risiken.
Rechtliche Basis verständlich und praxisnah
- Rechtlicher Rahmen in der EU und Deutschland: Sicherheit im Umgang mit gesetzlichen Anforderungen: - VO (EG) Nr. 178/2002 (Art. 14, 19): Klarheit über Verantwortlichkeiten und Meldepflichten - Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Verständnis nationaler Anforderungen und deren praktische Relevanz - Rückstandshöchstmengen-VO (396/2005) und Kontaminanten-VO (2023/915) (vormals: 1881/2006): Einordnung von Grenzwerten zur fundierten Risikobewertung - EU-VO über mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel (2073/2005): Sicherheit im Umgang mit mikrobiolo gischen Befunden
- Begriffe präzise abgrenzen: Klare Definitionen schaffen, um Fehlentscheidungen zu vermeiden. - Abgrenzung Reklamationen, Rückrufe: klare Unter- scheidung sowie Maßnahmen und Pflichten
- Informationspflichten sicher erfüllen: Anforderungen gemäß VO (EG) Nr. 178/2002
- Rückrufpflicht fundiert bewerten: Klare Entscheidungs- kriterien
- Handlungsorientierung: Begrifflichkeiten klar abgrenzen und rechtliche Hintergründe fundiert einordnen
Methode: Fachlicher Input ergänzt durch praxisnahe Fall beispiele.
Beanstandung oder Rückruf? Die richtige Einordnung
Kernbotschaft: Nicht jede Abweichung ist ein Rückruf.
- Beispiele aus der Praxis: - mikrobiologische Befunde richtig bewerten. - Kennzeichnungsmängel: Einschätzung von Irreführung und rechtlicher Relevanz. - Fremdkörper: Differenzierte Risikobewertung. - Grenzwertüberschreitungen: Kontaminanten und Rückstände.
- Entscheidungslogik: - Gesundheitsrisiko: Ist der Schutz des Verbrauchers gefährdet? - Irreführung klar einordnen: Abgrenzung zu gesundheit lichen Risiken und zur fehlenden Verkehrsfähigkeit. - Nicht verkehrsfähig: Welche Maßnahmen müssen erfolgen, wenn dies zutrifft? - Verkehrsverbot/Rücknahme/Rückruf: Verhältnismäßige Maßnahmen treffen ohne Überreaktionen. - Risikobasierte Bewertung: Entscheidungen auf Grundlage strukturierter Risikoanalysen treffen. - Wissenschaftlich fundierte Entscheidungen anhand von toxikologischen Kenngrößen treffen.
Mini-Workshop
Bewertung eines Fallbeispiels Hier werden Sie anhand eines praktischen Beispiels Ihre bisherigen Erkenntnisse des Online-Seminars anwenden und Ihre Entscheidungskompetenz festigen.
Pause
Behördenkommunikation erfolgreich gestalten
- Was tun in „ruhigen“ Zeiten? Eine gute Vorbereitung reduziert Fehler im Ernstfall
- Typischer Ablauf eines Behördenanrufs: Sicherheit im Umgang mit realen Gesprächssituationen
- Rechte und Pflichten des Unternehmens: Vermeidung rechtlicher Nachteile durch falsches Verhalten
- „Dos and Don’ts“ im Erstkontakt: Souveränes Auftreten und kontrollierte Kommunikation
- Kommunikationsstrategien • Umgang mit Zeitdruck: in kritischen Situationen handlungsfähig bleiben.
Mini-Workshop
Echte Gesprächssituationen Üben Sie anhand eines nachgespielten Anrufs seitens der Behörde, wie Sie sich korrekt verhalten.
Workshop: Praxisfall: Kritische Situationen richtig beurteilen und handeln
Ziel: Entscheidungsfähigkeit trainieren Arbeiten Sie in Gruppen an einem realistischen Szenario, zum Beispiel:
- Nachweis eines Pestizid-Rückstandes – behördliche Beanstandung • Eine Zutat wurde nicht deklariert – behördliche Beanstandung
- Kundenreklamation B2B – Nachweis einer Kontaminante
Arbeitsauftrag
- Risiko bewerten • Maßnahme festlegen • Behörden-/Kundenkommunikation vorbereiten
- „Auditsichere“ Entscheidungen treffen und korrekt gegenüber Behörden begründen Ergebnis: Kurzpräsentation je Gruppe mit Reflexion und möglichen Lösungsansätzen