Programm
Online Check-in
Begrüßung und Einführung
- Vorstellungsrunde: Austausch zu Verantwortungs bereichen und Erfahrungen der Teilnehmenden
- Erwartungsabfrage: Individuelle Fragestellungen und Herausforderungen gezielt in das Seminar einbringen
- Seminarziele: Persönliche Haftungsrisiken erkennen und Handlungssicherheit gewinnen
Strafbarkeit und Ordnungswidrigkeiten im Lebensmittelrecht
- Rechtliche Konsequenzen im Lebensmittelrecht: Verstehen, wann Verstöße zu behördlichen Maßnahmen, Bußgeldern oder Strafverfahren führen können.
- Zusammenspiel von EU-Recht und nationalem Recht: Einordnen, welche Vorschriften für die betriebliche Praxis maßgeblich sind.
- Unternehmerverantwortung nach VO (EG) Nr. 178/2002: Erkennen, warum Verantwortlichkeit auch ohne unmittelbare Kenntnis entstehen kann.
- Strafrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht: Verstehen, welche Unterschiede für persönliche Haftung und Sanktionen relevant sind.
- Die wichtigsten Haftungsnormen im Überblick: Risiken frühzeitig erkennen und rechtlich richtig bewerten.
- Wer haftet im Unternehmen? Persönliche Risiken von Führungskräften und Fachverantwortlichen einschätzen.
- Typische Verstöße in der Praxis: Sensibilisierung für besonders risikobehaftete Situationen.
- Hygiene- und Dokumentationsmängel - Kennzeichnungsfehler - Gesundheitsgefährdungen und Verbrauchertäuschung
Pause
Typische Strafbarkeitsrisiken in der Herstellungspraxis
- Risikosituationen im Produktionsalltag: Kritische Schwachstellen erkennen, bevor sie zu Verfahren führen.
- Hygienemängel und Kreuzkontamination: Verstehen, wann organisatorische oder technische Defizite haftungsrelevant werden.
- Abweichungen vom HACCP-Konzept: Rechtliche Folgen fehlerhafter Risikoanalysen und Kontrollmaßnahmen einschätzen.
- Umgang mit auffälligen Laborbefunden: Handlungssicher heit bei positiven oder grenzwertigen Ergebnissen gewinnen.
- Produktfreigaben trotz bekannter Risiken: Erkennen, wann aus einer Fehlentscheidung strafrechtliche Verantwortung entstehen kann.
- Fehlerhafte Rückverfolgbarkeit: Risiken unvollständiger Chargen- und Produktionsdokumentation vermeiden.
- Kennzeichnungs- und Allergenfehler: Verbraucher schützen und Haftungsfälle verhindern.
Praxisfälle aus der Lebensmittelindustrie
Anhand konkreter Beispiele typische Fehlerquellen und Lösungsansätze kennenlernen.
Pause
Dokumentation und Verhalten im Ermittlungsverfahren
- Dokumentation als Schutz und Risiko zugleich: Die Bedeutung betrieblicher Aufzeichnungen für Ermittlungen verstehen.
- Wenn Behörden ermitteln: Im Ernstfall professionell und rechtssicher handeln.
- Aussageverhalten von Mitarbeitenden: Risiken unüber legter Aussagen reduzieren.
- Interne Krisenkommunikation: Informationen strukturiert und rechtssicher steuern.
Prävention: Haftungsrisiken wirksam reduzieren
- Organisation als wirksamster Haftungsschutz: Präventionsmaßnahmen gezielt einsetzen.
- Risikobasierte Organisation von QS/QM: Nachweisen können, dass Risiken systematisch erkannt und beherrscht werden.
- Praxisbeispiele im Alltag: Anhand von Situationen im Arbeitsalltag präventive Maßnahmen einführen, um Risiken zu minimieren
Wenn Sie auf die Seminarmappe in gedruckter Form verzichten und die PDF-Version wählen, leistet Behr's einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und lässt für jede nicht produzierte Mappe einen Baum pflanzen.