Nachfrage nach Eiern nimmt weiter zu
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Nachfrage nach Eiern nimmt weiter zu

Nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern 2025 auf 252 Eier (2024: 248). Seit 2022 nimmt der Verbrauch kontinuierlich zu, damals lag er bei 234 Eiern pro Person. Während die Legehennenbestände leicht sanken, legte jedes Huhn im Durchschnitt 299 und damit vier Eier mehr als im Vorjahr. So konnte die Erzeugung von Konsumeiern im Inland von 15,2 auf knapp 15,3 Milliarden Stück leicht gesteigert werden. Trotz schwieriger Marktlage wegen erhöhter Nachfrage einerseits und Geflügelkrankheiten sowie Abbau der Kleingruppenhaltung andererseits schätzt das BZL die Versorgung mit Eiern zu Ostern als sicher ein. Der Nahrungsverbrauch an Eiern wuchs laut der neuen Versorgungsbilanz des BZL im Jahr 2025 auf 21 Milliarden Eier an (2024: 20,7 Milliarden), inklusive verarbeiteter Eier. 

Der Bestand an Legehennen war 2025 mit 51,1 Millionen um 400.000 Tiere niedriger als 2024. Darin enthalten ist eine vom BZL hinzu geschätzte Anzahl an Legehennen in Kleinbeständen mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen. Neben dem ab 2026 gesetzlich vorgeschriebenen Rückbau der Kleingruppenhaltungen könnten auch Tierverluste durch Krankheiten ein Grund für die geringeren Bestände sein.  Die Legeleistung der Tiere stieg hingegen an: Von 295 Eiern je Henne und Jahr auf nunmehr 299 Eier je Henne. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 15,3 Milliarden Konsumeier erzeugt (Vorjahr: 15,2 Milliarden). Damit wurde der Inlandsbedarf zu 72 Prozent aus heimischer Ware gedeckt (-1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2024) und der Selbstversorgungsgrad sank das vierte Jahr in Folge. Somit muss Deutschland mehr als ein Viertel seines Bedarfs an Eiern importieren. 

Die Importe von Schaleneiern sanken aufgrund der angespannten Marktlage um 1,3 Prozent. Die Einfuhr von Eiprodukten (Vollei, Eigelb und Eiweiß, flüssig, getrocknet, gefroren) hingegen stieg um sechs Prozent. Insgesamt ergibt sich damit ein knappes Einfuhrplus von 0,8 Prozent. Von den importierten Schaleneiern stammten 69 Prozent aus den Niederlanden, gefolgt von Polen (knapp 16 Prozent) und Belgien (rund 3,4 Prozent). Faktoren wie sinkende Legehennenbestände in den Niederlanden und die Auswirkungen der Vogelgrippe, unter anderem in Polen, erschwerten den Import 2025. Aufgrund des hohen Inlandsbedarfs nahmen die Ausfuhren von Schaleneiern um zwölf Prozent ab, die von Eiprodukten um vier Prozent. Hauptabnehmerländer waren die Niederlande, Belgien und Italien.

Quelle: Pressemitteilung Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 10.03.2026

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