Die US-Regierung hat am 07.01.2026 eine neue Ernährungsrichtlinie veröffentlicht, die mit einer auf den Kopf gestellten Pyramide veranschaulicht wird. Seither findet eine kontroverse Diskussion über die gesetzten Schwerpunkte statt.
Deutsche Ernährungsexperten haben sich laut Euractiv einer wachsenden Gruppe internationaler Kritiker angeschlossen, die die vorgeschlagene Überarbeitung der US-Ernährungspyramide kritisch hinterfragen und davor warnen, dass die Änderungen die komplexe Ernährungswissenschaft zu stark vereinfachen könnten. Kritiker argumentieren, das überarbeitete Modell setze einen übermäßigen Schwerpunkt auf pflanzliche Lebensmittel und spiele zugleich die Rolle tierischer Produkte herunter, wodurch wichtige Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen und hochwertiges Protein möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt würden. Zudem werden Bedenken geäußert, ob die neuen Leitlinien die kulturelle Vielfalt der Ernährung sowie die tatsächlichen Essgewohnheiten der Bevölkerung angemessen widerspiegeln. Während Befürworter betonen, dass die Überarbeitung die Ernährung stärker mit Zielen der Nachhaltigkeit und der öffentlichen Gesundheit in Einklang bringe, warnen Gegner davor, dass politikgesteuerte Ernährungsbotschaften fest in soliden und ausgewogenen wissenschaftlichen Erkenntnissen verankert bleiben müssen, um unbeabsichtigte gesundheitliche Folgen zu vermeiden.
Die DGE weist zudem darauf hin, dass die Botschaften nicht mit der bildlichen Darstellung der Pyramide übereinstimmen. So werden erwünschte Lebensmittel wie Vollkornprodukte oder pflanzliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte relativ klein bzw. kaum als solche ^
Quellen:
- Artikel auf EURACTIV vom 08.01.2026, www.euractiv.com
- Presseinformation der DGE vom 14.01.2026, www.dge.de
Marion Gebhart