Im Jahr 2025 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) 27 Proben Pfirsiche und 32 Proben Nektarinen auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Eine Probe Nektarinen und zwei Proben Pfirsiche stammten aus Bio-Anbau in Spanien, alle übrigen Proben aus konventioneller Produktion.
Als Erzeugerländer der Pfirsichproben waren 24-mal Spanien und zweimal Italien angegeben; bei einer weiteren Probe fehlte die Herkunftsangabe. Die beprobten Nektarinen stammten 25-mal aus Spanien, sechsmal aus Italien und einmal aus Portugal.
In drei (= neun Prozent) der 32 Nektarinenproben und in zwei (= sieben Prozent) der 27 Pfirsichproben waren keine Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. In den übrigen 54 (= 92 Prozent) der zusammen 59 Pfirsich- und Nektarinenproben wurden Rückstände festgestellt.
In jeweils einer Bioprobe Nektarinen und Pfirsiche aus Spanien waren Spuren der fungizid wirkenden Dithiocarbamate nachweisbar. Aufgrund der geringen Konzentrationen waren dennoch beide Proben als „Bio“ verkehrsfähig. In der zweiten Bioprobe spanischer Pfirsiche wurden keine Rückstände festgestellt. Eine Nektarinenprobe aus Italien und einer Pfirsichprobe aus Spanien enthielten das Fungizid 2-Phenylphenol oberhalb des Höchstgehaltes und der Bestimmungsgrenze, jedoch noch innerhalb der analytischen Messunsicherheit. Somit waren beide Proben verkehrsfähig.
Mehrfachrückstände, das heißt zwei oder mehr Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte wurden in 46 (= 78 Prozent) der 59 Pfirsich- und Nektarinenproben bestimmt. Diese verteilten sich auf 21 Pfirsichproben (= 78 Prozent) und 25 Nektarinenproben (= 78 Prozent). Am häufigsten waren vier Wirkstoffe (vierzehnmal) in den Proben enthalten. Das Maximum bildeten acht unterschiedliche Rückstände in einer Probe italienischer Nektarinen. Insgesamt konnten 29 unterschiedliche Wirkstoffe in den Pfirsichen und Nektarinen bestimmt werden. Hierbei waren die Fungizide Fludioxonil (29-mal) und Fluopyram (26-mal) am häufigsten in den Proben enthalten.
Quelle: Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vom 14.07.2026