Ein länderübergreifender Salmonellenausbruch hat 50 Menschen erkranken lassen; der Verdacht fällt erneut auf Sprossensamen aus Italien. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) betrifft der Ausbruch mindestens sechs europäische Länder und das Vereinigte Königreich. Irland, Finnland und Großbritannien haben von Januar bis April 2026 50 Patienten gemeldet, die mit genetisch eng verwandten Bakterienisolaten von Salmonella Bovismorbificans infiziert waren. Alle Betroffenen sind Erwachsene, die Mehrheit davon Frauen. Mindestens fünf Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Das finnische Institut für Gesundheit und Wohlfahrt (THL) und die finnische Lebensmittelbehörde (Ruokavirasto) hatten zuvor 32 Erkrankungen in Finnland gemeldet.In Großbritannien und Irland wurden bestimmte Chargen der Marke Good4U Super Sprouts Super Greens wegen möglicher Salmonellenbelastung zurückgerufen. Seit Januar 2026 wurden in England und Wales insgesamt 15 Infektionen festgestellt. Die irische Lebensmittelbehörde (Food Safety Authority of Ireland) und das nationale Gesundheitsamt (HSE National Health Protection Office) untersuchen den internationalen Ausbruch. Die Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Verzehr von Keimlingen festgestellt. In Irland wurden drei Fälle von Salmonella bovismorbificans bestätigt. Laut einer Warnung des Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) handelt es sich bei den vermuteten Quellen um Alfalfa-, Klee-, Brokkoli- und Radieschensamen aus Italien.
Quelle: foodsafteynews.com vom 28.04.2026