Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer – genauer: eine Abgabe, die die Hersteller zahlen müssen, wenn ihre Getränke mehr als 50 Gramm Zucker pro Liter enthalten. Diese Menge und zum Teil noch deutlich mehr Zucker steckt in zahlreichen beliebten Limos, Energydrinks und Fruchtsaftgetränken. Im Gespräch ist eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe für Getränke nach dem Vorbild Großbritanniens. Laut dem Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit soll eine Abgabe von umgerechnet 26 Cent pro Liter fällig werden, wenn Getränke mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Enthalten sie mehr als 8 Gramm Zucker, müssen die Hersteller 32 Cent bezahlen. In Großbritannien haben viele Hersteller ihre Rezepturen angepasst, um die Abgabe zu vermeiden. Dadurch sank der Zuckergehalt von Softdrinks um 35 Prozent.
Eine Verbraucherorganisation wollte herausfinden: Wieviel gesünder könnten Fanta, Capri-Sun & Co. dank der Zuckersteuer werden? Das Ergebnis: Die Hersteller der zehn Getränke im Test müssten den Zuckergehalt im Schnitt um die Hälfte senken, wenn sie der Abgabe entgehen möchten.
Quelle: Meldung foodwatch e.V. vom 08.06.2026
Dr. Greta Riel