Forscher der McGill University haben herausgefunden, dass eine kurze Behandlung von Erdnüssen mit kaltem Plasma, einem ionisch geladenen Gas, das chemische Veränderungen auslöst, ihr Potenzial, allergische Reaktionen auszulösen, verringert. Den Forschern zufolge ist dies wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass das Verfahren die Proteinstruktur verändert, also den Teil der Erdnuss, der eine Immunreaktion auslösen kann. Es wurde auch gezeigt, dass die Technologie die für die Lebensmittelherstellung wichtigen funktionellen Eigenschaften verbessert.
Wichtig sei, dass dieser Ansatz nicht auf Erdnüsse beschränkt ist, sondern auch auf andere Allergene wie Eier, Haselnüsse und andere angewandt werden könnte, was das Allergierisiko bei einer Vielzahl von Lebensmitteln erheblich verringern könnte.
Während kaltes Plasma schon früher in Betracht gezogen wurde, extrahierten die Forscher in dieser Studie das gesamte Erdnussprotein und behandelten die Proben mit kaltem Plasma, um ihr allergenes Potenzial mit mehreren In-vitro-Methoden zu bewerten. Zu den untersuchten Eigenschaften gehörte die Immunreaktivität, ein Maß dafür, wie stark ein Protein in Labortests an Immunantikörper bindet, was auf sein Potenzial zur Auslösung einer allergischen Reaktion hinweist. Die Studie konzentrierte sich auf das gesamte Erdnussprotein und erzielte eine fast 70-prozentige Verringerung der Gesamtimmunreaktivität nach einer 25-minütigen Behandlung mit kaltem Plasma. Dieser Ansatz sei derjenige, der am ehesten praktische Vorteile bringt, da er bedeutet, dass Lebensmittelentwickler hypoallergenes Erdnussproteinpulver zur Entwicklung neuer Produkte verwenden können.
Quelle: Meldung bionity.com vom 28.04.2026