Glycerin in Getränken
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Glycerin in Getränken

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlichte kürzlich eine Bewertung der akuten Glycerinaufnahme (Zusatzstoff E 422) in Slush-Eis-Getränken und alkoholfreiem Wein bei Europäern. Die Bewertung ergab, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene die akute Referenzdosis (ARfD) für Glycerin durch den Konsum einer einzigen Portion eines der beiden Getränke überschreiten würden. 

Auf Grundlage dieser Ergebnisse empfiehlt die EFSA der Europäischen Kommission, die Festlegung numerischer Höchstwerte für Glycerin in Getränken zu erwägen.

Die Bewertung der akuten Exposition erfolgte auf Basis eines einmaligen Konsumereignisses unter Berücksichtigung der gemeldeten Verbrauchsmengen und Analysedaten von Glycerin in Slush-Eisgetränken sowie des vorgeschlagenen Höchstgehalts von 50.000 Milligramm (mg) Glycerin pro Liter (L) in entalkoholisiertem Wein. Die EFSA verwendete für die Bestimmung der ARfD eine konservative Dosis, oberhalb derer unbeabsichtigte pharmakologische Wirkungen auftreten würden. Für ein einmaliges Konsumereignis wurde eine ARfD von 125 mg Glycerin pro Kilogramm (kg) Körpergewicht abgeleitet. Für Slush-Eis kam die EFSA zu dem Schluss, dass die akute Glycerinexposition pro einzelnem Verzehrereignis, bei einem angenommenen Konsum von 250 Millilitern (ml) für Kinder und 500 ml für andere Bevölkerungsgruppen, den ARfD-Wert für alle Bevölkerungsgruppen überschreiten würde. Bei alkoholfreiem Wein würden die akuten Expositionsschätzungen für Glycerin im 95. Perzentil, bei dem vorgeschlagenen Höchstwert und der Annahme, dass es als Ersatz für aromatisierte Getränke oder Wein konsumiert wird, den ARfD-Wert für alle Bevölkerungsgruppen überschreiten.

Quelle: Meldung food-safety.com vom 06.05.2026

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