Mandarinen auf Pestizidrückstände untersucht
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Mandarinen auf Pestizidrückstände untersucht

Im Herbst 2025 hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart 12 Mandarinenproben aus konventionellem Anbau auf Pestizidrückstände und Kontaminanten untersucht. Dabei wurden die Proben geteilt und einmal als Gesamt-Frucht (Schale und Fruchtfleisch) und einmal als geschälte Mandarine (Fruchtfleisch) untersucht.

In der gesamten Frucht liegt der mittlere Rückstandsgehalt bei 3,0 mg/kg, im Fruchtfleisch dagegen bei 0,31 mg/kg (jeweils ohne das Fungizid Phosphonsäure). Rund 90 % der Pestizide befinden sich also auf der Schale, im Fruchtfleisch sind es dagegen nur ca. 10 %. Insgesamt ist die mittlere Anzahl der gefunden Stoffe im Fruchtfleisch (7 Stoffe) im Vergleich zu der gesamten Frucht (12,5 Stück) ebenfalls geringer. Die Gehaltsverteilung von systemischen Wirkstoffen und Nacherntebehandlungsmitteln in der Frucht wird beispielhaft anhand von Spirotetramat einem systemischen Wirkstoff und dem Nacherntebehandlungsmittel Imazalil deutlich. Bei dem Wirkstoff Spirotetramat sind die Gehalte in der gesamten Frucht und im Fruchtfleisch gleich. Bei dem Nacherntebehandlungsmittel Imazalil ist verglichen mit der ganzen Frucht nur ein Fünftel des Rückstandsgehaltes im Fruchtfleisch zu finden. Bei Mandarinen werden häufig Nacherntebehandlungsmittel eingesetzt, die sich auf der Schale befinden. Die Gehalte an Pflanzenschutzmittelrückständen sind in der gesamten Frucht (Schale und Fruchtfleisch) etwa zehnmal höher als im reinen Fruchtfleisch.

Damit der Genuss von Mandarinen ungetrübt bleibt, empfiehlt das CVUA Stuttgart, sich nach dem Schälen die Hände zu waschen. So lässt sich vermeiden, dass an der Schale haftende Pestizidrückstände auf das Fruchtfleisch übertragen und somit mitverzehrt werden. Außerdem ist es sinnvoll, die Früchte vor dem Verzehr mit lauwarmem Wasser abzuwaschen. Auf diese Weise können zumindest Teile der Rückstände bereits vor dem Schälen entfernt werden. Im ökologischen Anbau ist der Einsatz von Pestiziden weder während des Anbaus noch bei der Nacherntebehandlung erlaubt. Wer den Verzehr von Pestizidrückständen möglichst vermeiden möchte, sollte daher beim Einkauf zu Bio-Mandarinen greifen.

Quelle:  Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 05.03.2026

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