Im vergangenen Jahr wurden durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg insgesamt 55 regionale Spargelproben von Märkten, mobilen Verkaufsständen, Hofläden oder aus dem Einzelhandel geprüft. Die Proben stammten dabei überwiegend aus dem Anbau in Baden-Württemberg.
Auch 8 Proben ausländischer Herkunft wurden analysiert. Dank des abgestimmten Überwachungsprogramms wurden von den Lebensmittelüberwachungsbehörden und dem LKL BW zusätzlich 13 authentische Proben bei regionalen Erzeugern aus Baden-Württemberg erhoben.
Neben der Begleitung der Probenahme von Referenz- und Planproben verfolgte das LKL BW zusammen mit den zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden in mehreren Fällen auch die Warenströme. Bei der Überprüfung der Warenströme von Spargel werden die Dokumente zur Rückverfolgbarkeit auf allen Handelsstufen bis hin zum Erzeuger kreisübergreifend angefordert und geprüft. Dabei wird bei fliegenden Händlern, Marktständen oder in der Gastronomie, die Ware Schritt für Schritt zurück zum Erzeuger verfolgt. Bei Großhändlern und Großmärkten wird die Prüfung der Rückverfolgbarkeit des Spargels sowohl zurück zum Erzeuger als auch hin zum letzten gewerblichen Kunden vor dem Endkunden durchgeführt.
Die Anbauregion Bruchsal wirbt für qualitativ hochwertigen Spargel und ist Verbraucherinnen und Verbrauchern als besondere Anbauregion bekannt. Allerdings kann es vorkommen, dass der Slogan des entsprechenden Großmarkts „natürlich vom Markt Bruchsal“ auf den weiteren Handelsebenen zur Angabe „Bruchsal“ gekürzt und somit zu einer möglicherweise unzutreffenden Herkunftsabgabe wird. Das konnte z. B. bei der Kennzeichnung auf dem Schild bei der Ware beobachtet werden. So wurde im Rahmen der Rückverfolgung in 3 Fällen festgestellt, dass es sich hierbei zwar um Ware vom Markt Bruchsal, nicht jedoch um in der Region Bruchsal angebauten Spargel handelte. Erfreulicherweise waren außer den beschriebenen 3 Proben alle 2025 untersuchten regionalen Spargelproben bezüglich ihrer Herkunftsangabe unauffällig.
Quelle: Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg vom 25.03.2026