Im Jahr 2025 führte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen eine umfassende Untersuchung von Reisproben durch. Insgesamt wurden 33 Proben auf ihre Qualität und Sicherheit hin überprüft. Die Untersuchungen umfassten neben der sensorischen Beurteilung auch die Analyse auf Arsen und andere Verunreinigungen.
Bei der sensorischen Analyse wird der Reis portionsweise auf Verunreinigungen und Schädlingsbefall untersucht. Falls ein abweichender Geruch festgestellt wird, wird die Probe gekocht, da viele Gerüche nach dem Kochen nicht mehr wahrnehmbar sind. Behält der Reis nach dem Kochen den abweichenden Geruch, wird die Probe beanstandet. Werden Schädlinge im Reis festgestellt, werden diese mit einem Digitalmikroskop fotografiert und mit Hilfe geeigneter Literatur identifiziert. Für die Bestimmung von Arsen wird die Probe gemahlen, homogenisiert und durch einen Mikrowellen-Druckaufschluss für die weitere Messung vorbereitet. Die anschließende Bestimmung von Schwermetallen im Spurenbereich erfolgt über Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS).
Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die meisten Proben den Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit entsprechen. So wurde der festgelegte Höchstgehalt für anorganisches Arsen in keiner Probe überschritten. Allerdings wurden vier Proben als nicht zum Verzehr geeignet beurteilt. Die Gründe hierfür waren vielfältig: In einer dieser Proben wurden hellgrüne, streifenförmige Kunststoffteilchen festgestellt. Diese Fremdkörper können ein potenzielles Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen. Darüber hinaus wurden in zwei Proben Schädlinge nachgewiesen. Dies kann auf eine mangelhafte Hygiene bei Lagerung oder dem Transport des Reises hinweisen. Auch durch eine nachträgliche Reinigung oder Aussortierung der Ware lässt sich kein verkehrsfähiges Produkt erzeugen, da der Reis mit den Hinterlassenschaften der Schädlinge kontaminiert ist. Bei einer weiteren Probe wurde eine sensorische Abweichung festgestellt. In diesem Fall roch der Reis sowohl im rohen als auch im gekochten Zustand muffig, fäkalisch und intensiv nach Dung oder Mist. Eine Verkostung der Probe wurde aufgrund des Geruchs abgelehnt.
Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die Überwachung der Lebensmittelsicherheit und -qualität von Reis von großer Bedeutung ist, um die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen. Das CVUA Sigmaringen untersucht auch in Zukunft Reisproben, um sicherzustellen, dass die Produkte den Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit entsprechen.
Quelle: Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen vom 26.03.2026