Rosenwasser wird vor allem in der türkischen und arabischen Küche zur Aromatisierung von Süßwaren, Getränken und Backwaren verwendet, um diesen eine blumige Note zu verleihen. Während vereinzelt synthetische Aromastoffe mit Rosenduft eingesetzt werden, soll bei vielen der angebotenen Rosenwässer laut der Deklaration das Aroma ausschließlich aus Rosen gewonnen worden sein, was viele Verbraucher als Qualitätsmerkmal wahrnehmen.
Bei einer Probe Rosenwasser, die im Herbst 2025 im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW) eingegangen ist, waren lediglich Wasser und Rosenextrakt als Zutaten gekennzeichnet.
Um das Aromastoffprofil eines Lebensmittels aufzuschlüsseln, kann ein Aromastoffscreening durchgeführt werden. Zunächst werden die Aromastoffe mit einem organischen Lösemittel extrahiert. Die im Extrakt enthaltenen Aromastoffe werden mittels GC-MS (Gaschromatographie mit massenspektrometrischer Detektion) durch Abgleich mit Datenbanken identifiziert. Bei dem Aromastoffscreening der Rosenwasser-Probe fiel neben typischen Aromastoffen aus der Rose der Aromastoff Phenethylphenylacetat auf, der zwar auch nach Rose riecht, aber dort nicht natürlich vorkommt. Dies legt nahe, dass in dem Produkt ein Aroma eingesetzt wurde, welches auf der Verpackung nicht gekennzeichnet war.
Für das laufende Jahr sind im CVUA-RRW weitere Untersuchungen in Rosenwässern geplant, um zu prüfen, ob es sich nur um einen Einzelfall handelt oder häufiger nicht gekennzeichnete Aromen zu finden sind.
Quelle: Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW) v.om 12.02.2026