Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gehen zurück
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Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gehen zurück

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die aktuelle „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2024“ veröffentlicht. Sie bestätigt erneut das insgesamt niedrige Niveau von Pflanzenschutzmittelrückständen bei den in Deutschland untersuchten Lebensmitteln. 

Im Jahr 2024 wurden insgesamt 16.423 Proben amtlich kontrolliert. Rund die Hälfte davon enthielt keine quantifizierbaren Rückstände, was einen Anstieg von etwa zehn Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr darstellt. Besonders geringe Rückstände wurden unter anderem bei Mais und Spargel festgestellt, während bei Grapefruits oder Kirschen häufiger messbare Rückstände vorkamen. Bei häufig konsumierten Lebensmitteln wie Tomaten, Kartoffeln oder Äpfeln wurden kaum oder keine Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte festgestellt. Höhere Überschreitungsanteile zeigten sich bei Mangos, Paprika-Fruchtgewürz und Grünkohl.

Die Herkunft der Erzeugnisse hatte weiterhin einen deutlichen Einfluss auf die Rückstandssituation. Bei Lebensmitteln aus Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten lagen die Überschreitungsraten mit 1,0 Prozent bzw. 1,5 Prozent auf niedrigem Niveau. Bei Produkten aus Nicht-EU-Ländern betrug der Anteil 6,7 Prozent, was jedoch einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt. Auch Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Erzeugung blieben bestehen: Während bei 80,1 Prozent der Bio-Proben keine quantifizierbaren Rückstände nachweisbar waren, traf dies auf 45,9 Prozent der konventionell erzeugten Lebensmittel zu.

Mehrfachrückstände wurden weiterhin häufig festgestellt. Etwa ein Drittel der Proben enthielt mehrere Wirkstoffe, insbesondere bei Obst, Gemüse und Tee. Dies entspricht dem üblichen Einsatz verschiedener Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung unterschiedlicher Schaderreger. Das BVL weist darauf hin, dass Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte dabei nicht unbedingt ein Gesundheitsrisiko darstellen, da diese Grenzwerte sicherheitsorientiert festgelegt sind und deutlich unter gesundheitlich relevanten Schwellen liegen. Insgesamt stützen die Ergebnisse den langfristig stabilen Trend niedriger Rückstandsbelastungen in deutschen Lebensmitteln.

 

Quelle:

  • Pressemitteilung des BVL vom 15.01.2026, www.bvl.bund.de


Dr. Marion Gebhart

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