Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe hat 130 Proben getrockneter Blattgewürze und Kräuter auf Salmonellen untersucht. Im Rahmen der Untersuchungen wurden zwischen März 2025 und Mai 2026 insgesamt 130 Proben getrockneter Blattgewürze und Kräuter auf das Vorhandensein von Salmonellen überprüft. Oregano stellte mit 34 Proben (26 %) die größte Gruppe dar, gefolgt von Basilikum mit 25 Proben (19 %).
Von den insgesamt 130 untersuchten Proben wurden zwei positiv auf Salmonellen getestet, das entspricht 1,5 %. Die übrigen 128 Proben waren negativ.
Bei den positiven Proben handelte es sich um getrocknete bittere Blätter (Afrikanisches Bitterblatt / Vernonia amygdalina) und Basilikum. Nachgewiesen wurden zwei unterschiedliche Salmonellen-Typen, die sogenannten Serovare, Mapo und Senftenberg. Ein positiver Befund ist unabhängig von der Art der Kräuter ernst zu nehmen, weil Salmonellen Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können. Für kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem können Infektionen besonders schwer verlaufen.
Meldungen auf lebensmittelwarnung.de zu Salmonellennachweisen in getrockneten Blattgewürzen und Kräutern, unter anderem in Basilikum, Rosmarin und Kräutermischungen aus den Jahren 2024 bis 2026 zeigten, dass das Thema auch bundesweit aktuell bleibt. Die beiden positiven Befunde zeigen, dass regelmäßige, risikoorientierte Kontrollen bei getrockneten Blattgewürzen und Kräutern wichtig bleiben. Sie helfen, belastete Produkte zu erkennen, Rückrufe einzuleiten und Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen. Für den Alltag gilt: Rückrufhinweise ernst nehmen und getrocknete Blattgewürze und Kräuter bei warmen Speisen möglichst miterhitzen – insbesondere, wenn die Speisen für empfindliche Personengruppen bestimmt sind.
Quelle: Meldung Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe vom 27.08.2026