Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat seinen Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Als Teil der amtlichen Lebensmittelüberwachung hat das LGL wieder zahlreiche Lebensmittel risikoorientiert untersucht. Schwerpunkte waren unter anderem die Untersuchungen von Teigwaren und Saatgut.
Insgesamt sei die Lebensmittelsicherheit in Bayern weiterhin hoch, nur von 0,3 % der untersuchten Proben an Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Tabakwaren ging ein gesundheitliches Risiko aus. Besonderes Augenmerk galt gefüllten Teigwaren. So hat das LGL 208 Proben trockene und verpackte, frische und verpackte und vorgekochte Tortellini aus der Gastronomie mikrobiologisch untersucht. In keinem Fall ging von den untersuchten Produkten eine Gesundheitsgefahr aus. Insgesamt wiesen 16 Proben erhöhte Keimgehalte sowie sieben Proben Verderbsanzeichen auf. Eine wichtige Empfehlung sei daher, stärkehaltige Lebensmittel wie vorgegarte Teigwaren kühl zu transportieren und zu lagern und die Hygienestandards bei der Zubereitung einzuhalten. Insbesondere eine unzureichende Kühlung vorgegarter Lebensmittel fördere die Vermehrung von Mikroorganismen.
Außerdem hat das LGL 121 Saatgutproben auf gentechnisch veränderte Bestandteile untersucht. In keiner der Proben konnten diese nachgewiesen werden. Dies sei laut LGL von besonderer Bedeutung, da Saatgut am Anfang der Produktionskette bei Lebensmitteln steht und keine gentechnisch veränderte Pflanze eine Zulassung zum Anbau in Deutschland hat. Untersucht wurde Saatgut von Mais, Soja und Winterraps, da bei diesen Fruchtarten weltweit ein größerer Anteil gentechnisch veränderter Sorten angebaut wird. Im Jahr 2025 wurden deutschlandweit keine gentechnisch veränderten Bestandteile in Saatgut nachgewiesen.
Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). vom 23.07.2026