An der Hochschule Bremerhaven wurde kürzlich das Lebensmittel- und Transportrechts- Instituts (LTRI) gegründet. Dabei soll die Expertise der beiden Bereiche in gemeinsamen Forschungsprojekten verknüpft werden.
Bisher existierten die Forschungs- und Lehrbereiche Food Science im Fachbereich 1 sowie Transport und Logistik im Fachbereich 2 an der Hochschule weitgehend isoliert voneinander. Hier setzt das LTRI an: Durch die Bündelung fachübergreifender Kompetenzen sollen innovative Lösungen für die Herausforderungen der modernen Lebensmittelversorgung und -logistik ermöglicht werden. Beide Thematiken seien in der Praxis eng miteinander verwoben – etwa bei der Frage der Nachhaltigkeit, der Digitalisierung von Lieferketten oder der Sicherheit von Lebensmitteln während des Transports. Die angestrebten Lösungen für die gesamte Lieferkette seien ohne diesen kooperativen Ansatz kaum denkbar.
Ein erstes Forschungsprojekt wurde bereits im HAW-Forschungsakzente-Programm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt eingereicht: Das Projekt MAUS soll ein lieferkettenweites Konzept für das Management von Schadnagern in der Lebensmittelindustrie entwickeln – vom Bauernhof bis zum Supermarkt. Hintergrund ist ein anstehendes Verbot der präventiven Beköderung mit Antikoagulanzien (BUD), was laut Verbänden der Lebensmittelindustrie die Einhaltung der Hygienepflichten substanziell gefährden könnte. Für das Projekt arbeitet das LTRI derzeit mit verschiedenen Großunternehmen zusammen. Ziel von MAUS ist die Erarbeitung eines lieferkettenweiten Leitfadens zur Schadnagerbekämpfung.
Quelle: Meldung eurotransport.de vom 20.06.2026