Die Lebensmittelsicherheit von Wildbret wird am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) seit vielen Jahren erforscht, zum Beispiel werden mögliche Gesundheitsrisiken durch mikrobielle Verunreinigungen des Wildfleischs oder durch Kontaminanten aus der Umwelt untersucht.
Ab dem Jahr 2019 stand die Entwicklung eines standardisierten Prüfverfahrens für Jagdbüchsengeschosse im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten. Dieses soll dazu beitragen, dass die eingesetzten Jagdgeschosse ein tierschutzgerechtes Erlegen des Wildes ermöglichen und gleichzeitig der Eintrag metallischer Fragmente in das Wildfleisch minimiert wird. Das gemeinsam mit einem internationalen wissenschaftlichen Expertengremium durchgeführte Projekt ist nunmehr abgeschlossen, das Verfahren wurde in einem Ringversuch bereits auf seine Praxistauglichkeit getestet. Das neue, standardisierte Prüfverfahren mache die Untersuchung von Büchsengeschossen vergleichbar und reproduzierbar. Letztlich trage das dazu bei, gesundheitliche Risiken durch den Eintrag metallischer Fragmente zu minimieren und die Lebensmittelsicherheit von Wildfleisch zu maximieren.
Der Eintrag von metallischen Fragmenten aus bleifreien und bleihaltigen Jagdgeschossen ins Tier soll so gering wie möglich gehalten werden, um Gesundheitsrisiken durch die eingetragenen Stoffe zu minimieren. Gleichzeitig muss die Bewegungsenergie des Geschosses ausreichend hoch bleiben, um das Wild tierschutzgerecht erlegen zu können. In aufwändigen Beschussversuchen haben die internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geprüft, wie sich Geschosse mit Blick auf diese Ziele standardisiert testen lassen. Sie prüften dazu etwa, wie sich Seife und Gelatine als ballistische Prüfsimulanzien eignen.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Presseinformation Nr. 05/2025 vom 02.02.2026