Die aktuellen HACCP-News
Genmodifizierte Pflanzenvariante zeigt sich trockenheitsresistent und verspricht höhere Ernten
Einen bedeutenden Durchbruch beim Kampf gegen den Hunger in der Welt hat ein internationales Team unter Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemacht.
Darf beim Mindesthaltbarkeitsdatum eines Joghurts die Jahreszahl fehlen?
Die Verbraucherinnen-Anfrage bezieht sich auf einen gekühlten Joghurt, den die Verbraucherin gekauft hat. Sie hat festgestellt, dass die Mindesthaltbarkeit nur mit Tag und Monat angegeben ist, nicht jedoch mit der Jahreszahl. Diese Anfrage landete bei lebensmittelklarheit.de.
EU-Leitlinie: BPA in Materialien mit Lebensmittelkontakt
Bisphenol A (BPA), andere Bisphenole und Bisphenolderivate wurden aufgrund ihrer toxikologischen Eigenschaften in der EU weitgehend verboten. In Lebensmittelkontaktmateralien darf seit Januar 2025 sehr eingeschränkt nur noch BPA eingesetzt werden. Einzelmaßnahmen bleiben auf Antrag möglich. Die Übergangsvorschriften für zu diesem Zeitpunkt bereits fertige Gegenstände laufen noch. Die Details dazu finden sich in der Verordnung (EU) 2024/3190 vom 19. Dezember 2024.
Kichererbsen: Zur Nutzung von Prozesswasser
Die Verwertung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelproduktion sowie ein bewussterer Umgang mit Wasser gewinnen zunehmend an Bedeutung. Eine Studiengruppe aus Italien hat dies zum Anlass genommen, die physikalisch-chemischen und schaumbildenden Eigenschaften von Kichererbsen-Kochwasser, das auch Aquafaba (AF) genannt wird, zu untersuchen. Üblicherweise wird dieses als Abfall entsorgt.
Food Fraud vermeiden mit MALDI-UP
In der aktuellen Ausgabe der „Lebensmittelchemie“ beschreiben die Autoren des CVUA Stuttgart die Entwicklung und den heutigen Stellenwert der MALDI-TOF-Massenspektrometrie in der Lebensmittelchemie und Mikrobiologie. Dabei legen sie einen besonderen Fokus auf neuere Anwendungen und den praktischen Nutzen der nutzergetriebenen Plattform MALDI-UP.
Weihnachtliche Gewürze im Fokus des Zentrallabors für den Nachweis der Lebensmittelbestrahlung
Zur Advents- und Weihnachtszeit sind Gewürze wie Zimt, Kardamom, Anis oder Muskatnuss aus der Küche kaum wegzudenken. Auch fertige Mischungen solcher Gewürze erfreuen sich beim Zubereiten leckerer Lebkuchen und Plätzchen in der „Weihnachtsbäckerei“ großer Beliebtheit.
Essen ganz transparent gemacht
Welche Vitamine stecken in Äpfeln? Welcher Fisch enthält am meisten Jod? Über wie viel Ballaststoffe verfügen Erbsen im Vergleich zu Linsen? Wer ganz genau wissen will, was in Lebensmitteln steckt, kann den Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) zu Rate ziehen.
Zur Bedeutung der lebensmittelchemischen Ausbildung
In einem gemeinsamen Positionspapier beschreiben die Lebensmittelchemische Gesellschaft (LChG), der Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst (BLC) sowie der Leitende Apotheker der Bundeswehr die Bedeutung des Universitätsstudiengangs Lebensmittelchemie und des lebensmittelchemischen Staatsexamens für die Landes- und Bündnisverteidigung. Es wird dargelegt, dass diese Ausbildung in Deutschland die fachliche und rechtliche Grundlage dafür schafft, Sanitätsoffiziere Apotheker und staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker mit spezifischer Kompetenz für die Lebensmittel- und Trinkwassersicherheit der Bundeswehr auszubilden.
Nutri-Score zwischen Chancen und Ablehnung
Die Lebensmsittelzeitung (LZ) berichtet über die jüngsten Entwicklungen im Bereich der freiwilligen Nährwertkennzeichnung mittels Nutri-Score. Fünf Jahre nach Einführung diese Bewertungssystems wird der Ruf nach einer einheitlichen, verbindlichen Lösung auf EU-Ebene lauter. Eine im Auftrag von Foodwatch erstellte Studie bescheinigt dem Kennzeichen zwar eine hohe Bekanntheit, aber eine geringe Nutzung. Rund 78 Prozent der Verbraucher kennen das Logo, doch nur etwa 31 Prozent nutzen es regelmäßig für Kaufentscheidungen. Als Gründe nennt die Studie ein mangelndes Verständnis der Bewertungskriterien sowie unzureichende Kommunikation bei Anpassungen des Algorithmus, was das Vertrauen in das System beeinträchtigt.
TÜV SÜD informiert über kakaofreie Schokoladen-Alternativen
Schokolade versüßt uns den Alltag. Neben den kakaohaltigen Originalen gibt es mittlerweile Alternativen, die nach Schokolade schmecken, aber den aktuell teuren Rohstoff Kakao nicht enthalten. Die Bezeichnung Schokolade dürfen sie aber nicht tragen, denn er sei laut Dr. Andreas Daxenberger, Lebensmittelexperte von TÜV SÜD rechtlich an eine definierte Menge von Kakao gebunden.
Trifluoressigsäure: Befunde in Getreide
Trifluoressigsäure (TFA) ist eine sehr persistente und hochmobile Substanz aus der Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS). Sie entsteht sowohl bei industriellen Anwendungen als auch als Abbauprodukt bestimmter fluorierter Wirkstoffe, unter anderem aus Pflanzenschutzmitteln. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften wird TFA kaum abgebaut, ist gut wasserlöslich und kann von Pflanzen aufgenommen werden, wodurch sie in die Nahrungskette gelangt.
Mycoproteine: EFSA öffnet den Weg für neue Eiweißquelle
Fünf Jahre nach Antragsstellung auf Zulassung als neuartiges Lebensmittel (NF) und drei längeren Clock-Stop-Phasen hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Unbedenklichkeit der Biomasse des Pilzes Rhizomucor pusillus bestätigt.
Smartes Etikett schützt empfindliche Güter
Forschende der Empa, der EPFL und des CSEM haben smarte und «grüne» Sensoretikette entwickelt, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit misst – und auch erkennen kann, ob eine Temperaturschwelle überschritten wurde. Damit können in Zukunft empfindliche Lieferungen wie etwa Medikamente oder Lebensmittel überwacht werden. Die elektronischen Etikette selbst sind dabei komplett bioabbaubar.
Salmonellen in Sesamerzeugnissen
Von Sesamprodukten kann ein Risiko für eine Infektion mit Salmonellen ausgehen. Untersuchungen von Proben aus dem Einzelhandel bestätigen diesen Verdacht, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bei der Vorstellung des Zoonosen-Monitorings 2024 mitteilt. In zwei Prozent der untersuchten Proben sind die krankmachenden Keime festgestellt worden.
Shrinkflation - Der österreichische Weg
Auch in Österreich ist das Phänomen zu beobachten, dass Hersteller von Lebensmitteln die Füllmenge ändern, den Preis pro Packung aber belassen. Gegen diese vermeintliche Praxis der Irreführung möchte nun die österreichische Regierung mit nationalen Regelungen entgegentreten.
Spirulina - neue Ansätze für die Lebensmittelproduktion
Mikroalgen wie Spirulina gewinnen in Europa zunehmend an Bedeutung in der Lebensmittelproduktion. Bislang stand der direkte Verzehr der in der Regel getrockneten Algen, beispielsweise als Nahrungsergänzung, und die Verwendung von Zubereitungen zur Färbung von Lebensmitteln im Vordergrund.
Untersuchung gebrauchter Frittierfette
Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart von Januar 2022 bis August 2025 insgesamt 683 Proben gebrauchtes Frittierfett untersucht. Dabei ist die Vielfalt der Entnahmeorte groß.
Blei in Lebensmitteln
Die höchsten Bleikonzentrationen bei Erwachsenen sind in der Leber, den Nieren und den Knochen zu finden. Vor allem im Knochen kann Blei Jahrzehnte verbleiben, aber unter bestimmten Umständen auch wieder freigesetzt werden.
Verteuerung von Lebensmitteln für die Gesundheit?
Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, plant die EU-Kommission, bereits im Jahr 2026 eine Abgabe auf stark verarbeitete Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt einzuführen, um die Bevölkerung zu einer gesünderen Ernährung zu motivieren. Auch Alkopops sollen von der Abgabe betroffen sein. Diese Maßnahmen sollen Teil des EU-Plans zur kardiovaskulären Gesundheit werden.
Pflanzenschutzmittelrückstände in Rosenkohl
Im ersten Quartal 2024 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) 31 Proben frischer und sechs Proben Tiefkühl-Rosenkohl auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Vom frischen Rosenkohl stammten 23 Proben aus den Niederlanden, je drei aus Deutschland und Belgien, sowie eine Probe aus Großbritannien. Von einer weiteren Probe war die Herkunft nicht bekannt. Bei einer Probe Tiefkühl-Rosenkohl war als Herkunft Niederlande angegeben, die weiteren tiefgefrorenen Proben waren ohne Herkunftsangabe. Diese ist bei Tiefkühlprodukten gesetzlich auch nicht gefordert.
Studie zur Resilienz von Kita- und Schulverpflegung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat eine Studie zu möglichen Risiken für die Verpflegung in Bildungseinrichtungen beauftragt. Laut Pressemitteilung des Ministeriums habe die Corona-Pandemie gezeigt, wie schnell und tiefgreifend Krisen die kritische Infrastruktur aus dem Gleichgewicht bringen können.
Kork – Leitfaden zur Bewertung eines Naturprodukts
Kork, gewonnen aus der Rinde der Korkeiche, wird häufig für Flaschenverschlüsse sowie für weitere Gebrauchsgegenstände wie Tabletts, Platzsets oder Obstschalen eingesetzt. Die Harmonisierung der Anforderungen solcher weit verbreiteten Produkte stellt einen wichtigen Schritt zur Gewährleistung der Verbrauchersicherheit dar. Bislang fehlen regulatorische Vorgaben in der EU, insbesondere bei Verwendung als Lebensmittelkontaktmaterial.
Likör ohne Ei
Der vegane "Likör ohne Ei" darf auch weiter "Likör ohne Ei" heißen. Nach Ansicht des Landgerichts in Kiel verstößt die Bezeichnung nicht gegen EU-Recht und führt Verbraucherinnen und Verbraucher nicht in die Irre. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen dem Schutzverband der Spirituosen-Industrie und dem kleinen Unternehmen Nachlass Warlich GmbH aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg). Dessen Inhaber Ole Wittmann vertreibt neben klassischem Eierlikör auch eine vegane Variante auf Sojabasis - eben den "Likör ohne Ei".
Ananas ohne Krone
Seit geraumer Zeit bieten einige Supermärkte Ananas ohne die typische Krone an. Die Umstellung soll Treibhausgase bei den Transporten senken, Abfälle auf Verbaucherseite reduzieren und gleichzeitig Vorteile für den Anbau in den Herkunftsländern schaffen.
Was genau dahintersteckt erklärt die Verbraucherzentrale NRW.